ä Kroatien Geschichte

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Kroatien

Kroatien Geschichte


Vorgeschichte und Ankunft der Kroaten

  Die Ältesten archäologischen Fundstücke in Kroatien stammen aus der Steinzeit. Die ersten bekannten Siedler waren Kelten und Illyrer. An der Adriaküste entstanden griechische Kolonien.

  Im 6. und 7. Jh. siedelten sich slawische Stämme in den römischen Provinzen Dalmatien und Pannonien an. Die Kroaten wurden von dem byzantinischen Kaiser als Schutz gegen die Awaren ins Land gerufen.

  Anfang 9. Jh. wurde Pannonien Teil des Frankenreiches, und Dalmatien Teil des Byzantinischen Reich.

  Aus dem 8. Jh. stammen die ersten Belege über ein kroatisches Fürstentum in Norddalmatien. Der erste vom Papst anerkannte Kroatische Herrscher war Fürst Branimir "dux Croatorum".

Kroatisches Königreich (923-1102)

  Anfang des 9. Jh. entstanden zwei kroatische Staaten: das "weiße" Dalmatinische Kroatien unter Fürst Borna und das Pannonische Kroatien unter Fürst Ljudevit. Im Jahr 819 führte Ljudevit einen Aufstand gegen die Franken.

  845-864 kroatischer Fürst war Trpimir. Zwischen 864 und 876 herrschte Fürst Domagoj, der vom Papst Johannes V. als "Ruhmvollster Herrscher aller Kroaten" bezeichnet wurde.

  Kroatien wurde unter der Herrschaft von Fürst Branimir von Byzanz und von den Franken unabhängig.

  924 wurde Tomislav zum ersten kroatischen König. Er verteidigte erfolgreich Kroatien gegen die Ungarn. Durch ein Bündnis mit Byzanz bekam Kroatien die Adriainseln und die Städte Split, Trogir und Zadar zugesprochen, die bis dahin unter byzantinischer Herrschaft gestanden hatten. Der bedeutendste Nachfolger von König Tomislav war Petar Krešimir IV (1058-1074).

  Unter König Stefan Držislav (969-997) sprach Byzanz Kroatien die Hoheit über Dalmatien wieder zu.

  Kroatien geriet durch Venedig und Ungarn in Bedrängnis. Im Jahr 1000 die Kreuzritter besiegten Zadar für die Venezianer

  Nachdem König Zvonimir I. (1075-1089) kinderlos starb stellte Ungarn Erbansprüche auf Kroatien.

Ungarische König Koloman wurde in Personalunion König von Kroatien. Die Personalunion mit Ungarn blieb bis zum Jahre 1918 bestehen.

Kroatien in Personalunion mit Ungarn (1102-1526)

  Bis zum Ende des 15. Jh. hatten die Türken ganz Serbien, Bosnien, die Herzegowina, Bulgarien, Griechenland und Albanien erobert. Bosnien geriet 1463 unter türkische Herrschaft und auf dem Krbavsko Polje 1493 brach der Widerstand des kroatischen Adels.

  1526 wurde das christliche Heer von den Türken in der Schlacht bei Mohács gänzlich aufgerieben.

  Ladislaus von Anjou verkaufte im Jahr 1409 Dalmatien für 100.000 Dukaten an Venedig. Die Venezianer herrschten neben Dalmatien auch noch über den größten Teil Istriens bis zum Jahr 1797.

  Dubrovnik hat vom 14. Jahrhundert bis in die napoleonische Zeit seine Unabhängigkeit als Stadtrepublik bewahrt. Im 16. Jh. die Handelsflotte Dubrovniks von 300 Schiffen war die drittgrößte im Mittelmeer.

Kroatien unter den Habsburgern (1527-1918)

  Das ganze 16. Jh. kennzeichneten die kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Türken.

  Die Niederlage der Türken 1683 vor Wien und die Befreiung eines Teils der kroatischen Gebiete brachte Kroatien schließlich Frieden. Im Frieden von Karlowitz 1699 wurden Ungarn und Slawonien von den Türken befreit.

  Kaiser Joseph II. führte eine Zentralisierung in dem Reich durch.

  Napoleon beendete die Herrschaft Venedigs über die kroatische Küstengebiete und errichtet seine "Provinces Illyriennes".

  Die kroatisch-ungarischen Beziehungen waren durch einen ständig wachsenden Konflikt gekennzeichnet.

Kroatien in Jugoslawien (1918-1941)

  Nach der Niederlage der Mittelmächte erklärte der Nationalrat die Loslösung von der Monarchie und Vereinigung mit dem Königreich Serbien. Am 1. Dezember 1918 wurde proklamiert das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen.

  In den Wahlen gewann in Kroatien die Kroatische Bauernpartei unter Stjepan Radić die absolute Mehrheit der Stimmen.

  1928 erschoss ein serbischer Abgeordneter in der laufenden Parlamentssitzung in Beograd 4 Abgeordnete der Kroatischen Bauernpartei, darunter auch deren Führer Stjepan Radić.

Kroatien im zweiten Weltkrieg

  Nach Jugoslawiens Beitritt zum Dreimächtepakt kam es zu einem Putsch. Deutschland antwortete darauf am 6. April 1941 mit einem Überfall auf Jugoslawien. Die deutsche Besatzungsmacht übergab die Macht in Kroatien Ante Pavelić und seiner Ustaša-Bewegung. Der Unabhängige Staat Kroatien wurde politisch und militärisch von Deutschland gestützt, insbesondere bei den Kämpfen gegen die Partisanen unter Führung von Tito. Istrien und Dalmatien mussten an Italien abgetreten werden.

  Die Partisanen schafften es, durch breite Unterstützung in der Bevölkerung, große Teile Kroatiens zu befreien.

Kroatien als Teilrepublik Jugoslawiens (1945 - 1991)

  Nach dem Krieg Kroatien wird eine von 6 Republiken Jugoslawiens unter Regierung der Komunisten.

  Nach dem Bruch zwischen Stalin und Tito 1948 entwickelt sich die Politik in Jugoslawien selbständig.

  An der Adriaküste entfaltet sich der Tourismus -die wichtigste Devisenquelle bis zum Zusammenbruch Jugoslawiens. Die Tatsache, dass Kroatien den größten Teil Deviseneinnahmen an die Zentralregierung in Belgrad abführen musste führte zu Unmut.

  Ende der 1960er Jahre begann der Kroatische Frühling, eine Reformbewegung bezeichnet zuerst unter Intellektuellen, die bald auch die kroatische Parteispitze erreichte. Der Unmut in Kroatien entlud sich schließlich in Demonstrationen.

  Im November 1971 zwang Tito die gesamte Führung der kroatischen Partei zum Rücktritt. Tausende Personen wurden festgenommen und verurteilt.

  In der politischen und wirtschaflichen Krise in den späten 1980er wuchs ein immer stärkerer Gegensatz zwischen zentralistischen und großserbischen Tendenzen einerseits und einem wiedererwachenden kroatischen Nationalbewusstsein andererseits. Nach dem Tod Titos 1980 war ein wichtiger Stabilisierungsfaktor weggefallen.

Kroatien seit der Unabhängigkeit

  Die ersten freien Wahlen in Kroatien im Jahre 1990 gewann die HDZ unter Franjo Tuđman.

  Belgrad unterstützte serbische Separatisten in Kroatien, von denen Straßensperren errichtet wurden. Als die kroatische Regierung Polizisten entsandte, kam es zu ersten Kämpfen.

  Im Dezember 1991 errichteten die Serben in Teilen Kroatiens die sogenannte Republik Serbische Krajina, die 30% der Staatsfläche Kroatiens umfasste. Über 170.000 Kroaten wurden aus ihrer Heimat vertrieben, 8.000 wurden ermordet.

  Im Dezember 1991 / Januar 1992 wurde Kroatien als souveräner Staat anerkannt. 1995 die Kroatische Armee und Polizei haben die besetzten Gebiete Kroatiens befreit.

  06.11.1996 Aufnahme Kroatiens in den Europarat

  Nach dem Tod des Präsidenten Franjo Tuđman im Dezember 1999 und den Wahlen im Januar 2000 kam es zum Regierungswechsel. Eine Koalition aus 6 Parteien unter Führung der SDP übernahm die Regierung. Präsident wird Stipe Mesić.

  27.05.2000 Aufnahme Kroatiens in die "Partnership for peace"

  29.10.2001 Unterzeichnung des Stabilitäts- und Assoziierungsabkommens mit der EU

  21.02.2003 Beitrittsantrag zur Europäischen Union

  Bei den Wahlen im November 2003 wurde die HDZ wieder stimmenstärkste Partei. Ministerpräsident wurde Ivo Sanader.

  Am 18. Juni 2004 verliehen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union Kroatien den Status eines offiziellen Beitrittskandidaten.


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